Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Fest’ Category

Eigentlich wollte ich schon letztes Jahr darüber berichten, aber dann ist soviel dazwischen gekommen, dass ich es bis jetzt aufgeschoben habe:

Mein Besuch bei der Tokyo Design Festa im November 2012, Tokyo Big Sight!

Das ist eine riesige Messe / Kunstausstellung oder auch auf Cool-Deutsch: Event. Es ist von allem etwas vorbei. 2x Jährlich also wird die Design Festa für 2 Tage für Kleinkünstler und die, die es mal werden wollen (so wie ich), abgehalten. Es wird einfach gemalt und ausgestellt um der Welt zu zeigen „Hier bin ich!“ – aber auch verkauft wie wild.

Heute nehm‘ ich euch also auf einen kleinen Rundgang mit.

Festhalten – es könnte bunt werden!!

DSC08810

Ich hatte im oberen der beiden Ausstellungsflächen begonnen. Dort steppte mir gleich ein Fuchs entgegen.
DSC08811

DSC08812

DSC08815

Ich wünschte ich könnte so malen:
DSC08816

DSC08817

Ich finde es schön, dass es hier wenigstens keinen Rassismus gibt. Wenn sich Pferde als Aussteller anmelden, dann wird das mitunter auch genehmigt..
DSC08818

DSC08819

Die besten Verkaufsstrategien in Japan: Auf dem Handy rumtippen und den potenziellen Kunden ignorieren oder total verängstigte Künstler, die fast daran zerbrechen, wenn jemand näher an den Stand herantritt. So wird das aber nichts ihr lieben!!
DSC08821

DSC08823

Hier ein positives Exemplar von aufgeschlossener Kundenfreundlichkeit. Da bleibt man gern mal eine Sekunde stehen und schiesst ein Foto.
DSC08824

Einer meiner Favoriten des Tages ist diese süße Dame, die so perfekte und niedliche Filzfiguren zaubert, wie ich sie noch nicht gesehen hab!
DSC08825

DSC08826

DSC08827

Na ihr hübschen!
DSC08828

DSC08829

DSC08831

DSC08833

„Ich will nicht mit meiner Kunst gesehen werden!“ (Das habe ich mir ausgedacht..)
DSC08834

DSC08835

DSC08836

DSC08837

Es gibt wirklich nichts was es nicht gibt, auf der Design Festa.
DSC08839

DSC08843

DSC08844

Hier hätte ich dann am liebsten schon zugeschlagen:
DSC08846

DSC08851

DSC08855

DSC08859

DSC08860

Live wurde auch an 3 Ständen diese nette japanische Fesseltechnik vorgeführt, die man sonst nur aus den etwas heftigeren Erwachsenenfilmen kennt..
Gegen Bezahlung konnte man sich vor allen Leuten also festzurren lassen. Wer’s mag.
DSC08863

DSC08870

Die großen Live-Painting Wände sind wirklich Wahnsinn. Ich könnte nie so groß zeichnen.
DSC08872

DSC08873

Besonders angetan war ich von dieser Taschenkunst. Ein junger Mann näht aus robustem Stoff und Leder kleine Bootförmige Taschen. Total super!
DSC08877

Wo ist der Standbesitzer eigentlich?
DSC08878

Nein, die sind es nicht…
DSC08879

DSC08880

DSC08884

Am Ende wird man echt müde, weil man Stundenlang konstant soviel auf die Augen bekommt, dass man gar nicht mehr weiss, wo man als erstes hinschauen soll.
DSC08885

DSC08886

DSC08888

Auch bin ich ein kleiner Fan von dieser Künstlerin geworden (die leider auch nicht aufs Bild wollte):
DSC08889

DSC08890

DSC08891

Und diese Filzfiguren waren einfach zu überperfekt. Ich bin fast umgefallen!
Wenn ich mal mehr Geld habe, werde ich es hier investieren. (Ein bisschen.)
DSC08892

DSC08895

Cuteness overload!! Der Pinguin, die Miez. Aaaah!
DSC08896

DSC08897

Und ich habe noch jemanden gefunden, der gern bemalte Schuhe trägt. Ob sie diese selbst designed hat?!
DSC08898

In der Show Area schwang eine Frau den Besen..ähm.. ich meine den Pinsel natürlich.
DSC08899

DSC08904

So viele Meeeeenschen.
DSC08905

DSC08908

DSC08911

Jetzt ist es raus: Künstler ernähren sich also schlecht.
DSC08912

DSC08914

DSC08917

DSC08918

Alle unter 18 Jahren jetzt mal kurz weggucken. Upsiiii!
DSC08920

DSC08921

Weiter geht’s mit harmlosen Miezekatzen.
DSC08922

War ich nach Stunden auf den Beinen auch: Fuckin‘ Sleepy!
DSC08923

DSC08924

DSC08928

Als ich um 18:11 Uhr dann von einem Automaten bedroht wurde, reichte es mir und ich trat den Weg nach Hause an.
DSC08926

So wie der gelbe Kondommann.
DSC08927

Was gefiel euch eigentlich am Besten von den Kunstwerken / Produkten?

Und hier nun die Auflösung, warum ich eigentlich in letzter Zeit so irre unter Strom stehe und jede freie Minute arbeite:

Ihr ahnt es sicher schon.

Ich selbst habe in letzter Sekunde einen Standplatz ergattert und werde am 18./19. Mai 2013 selbst dort ausstellen und verkaufen. Wer also in Tokyo ist, kann mich gern dort besuchen kommen. Eintritt pro Tag ist 800 JPY im Vorverkauf oder 1000 JPY beim Einlass direkt. Für beide Tage gibt es Rabatt..

Und weil das ganze schon bald ist und ich wegen Hochzeit etc. nicht früher mit der Planung anfangen konnte, bin ich gerade am rotieren und bekomme langsam Panik, weil ich noch kaum etwas zum verkaufen habe. Ich male, bastle und designe also in jeder freien Minute an Handy Covern, Visitenkarten, T-Shirt Design und Co.

Meine erste selbst-gehostete Webseite ist auch fast fertig – in ein paar Tagen werde ich 3-sprachig online gehen mit Blog, Galerie und meinem eigenen Online Shop. Das ganze hat auch irre Zeit gekostet, weil ich wie ein Blinder ohne Krückstock mich mit HTML uns CSS Codes herumschlagen (und Freunde um Hilfe anbetteln) musste. Erwartet also nicht zuviel.

Ab April werde ich aber weniger in meinem Hauptberuf arbeiten, sozusagen nur noch Teilzeit (4x die Woche) und somit etwas mehr Zeit für mich und mein Gebastel haben. Natürlich daher auch weniger Geld, deshalb bin ich über jede noch so kleine Unterstützung in Sachen Mundpropaganda etc. dankbar, um mehr und mehr Leute zu erreichen.

Hoffentlich habe ich auch wieder mehr Zeit zum bloggen – also vor allem nach der Ausstellung denke ich. Mir fehlen die ausgedehnten Spaziergänge zu zweit. Meine Kamera und ich. Hahah. Und etwas Zeit mit meinem Mann natürlich auch.

Ach und da ist noch ein Kleinigkeit.

Da ich jetzt 25 Jahre alt geworden bin und mit großen Schritten dem Altsein entgegen sprinte, musste ich jetzt nochmal richtig aufdrehen und meine Haare färben. Ganz nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, dann mach ich’s nie! Oder auf englisch: YOLO – You only live once! habe ich mir die Haare diesmal komplett bleichen und dann färben lassen. In Pastell-lila.

Und in Japan, wo Haarfarben ausser der Norm schwer verpönt sind (ich rede hier von ausserhalb der Harajuku-Gefilde) ist das nochmal doppelt so witzig wie in Deutschland.

Also bleibt mir treu, ihr Knusperkekse!

Lila-Anji

Read Full Post »

Am Sonntag, den 3. Februar 2013 war wieder einmal 節分 (Setsubun).

Vor einem Jahr hatte ich ja bereits schon einmal darüber geschrieben. Und dieses Jahr habe ich einmal das volle Programm bei meinen Schwiegereltern mitgemacht.

Am Abend haben wir also begonnen 恵方巻(Ehomaki) zu machen. Das sind Reisrollen, ähnlich der, die ihr sicherlich schon vom Sushimann um die Ecke kennt – Aber mit Zutaten gespickt, über die der Sushi Chef nur verbost den Kopf schütteln würde.
DSC09418

Je nach Jahr ändert sich die „Glücksverheißende Himmelsrichtung“ (恵方 – ehou). Dieses Jahr ist es Südsüdost (南南東 -nannantou). Laut einem aus Osaka stammenden Brauch soll, wenn man die Ehomaki in die Glücksrichtung zeigend an einem Stück und ohne zu sprechen isst, die dort in sich hineingesagten Wünsche erfüllt werden.
Mein Schwiegerpapa hat gequatscht..
DSC09425

Zum Abendessen gab es natürlich auch noch mehr zu essen.
DSC09427

Um 19 Uhr sind mein Mann und ich dann schnell zum nahegelegenen Schrein gehuscht, um bei der Zeremonie dabei zu sein.
DSC09420

DSC09430

Nachdem der Shinto Priester fertig war, wurden wir mit gerösteten Bohnen beworfen. Das nennt sich 豆まき (mamemaki) und ist eine der Traditionen. (Dazu später aber noch mehr.)
DSC09435

Auch Mandarinen wurden noch an alle Besucher ausgegeben. Ich fühlte mich fast wie bei der Wohlfahrt.
DSC09437

Als alle freien Gaben ausgeschöpft waren, versammelten sich die Besucher um einen großen Haufen weggeworfener Gegenstände. Viel mehr war es ein Berg aus Neujahrsdeko (Kieferzweige, Bambus etc.) der nun rituell verbrannt werden sollte. Auch ein Daruma saß auf dem Berg oben auf. Ich fragte mich, welches Ziel sein Besitzer erreicht hat..
DSC09441

Der Priester verbeugte sich etwa 20 Mal und murmelte etwas unverständlich vor sich hin, seine Gehilfin vollzog ein weiteres Ritual der Reinigung (schätze ich mal, denn mein Mann hat wie so viele Japaner keine Ahnung was da vor sich geht).
DSC09443

DSC09446

Nachdem alle Rituale vollzogen waren, wurde alles angezündet und die Musik fing an zu spielen. Hinter uns stand eine kleine Bühne auf der traditionelle Musik gespielt wurde – begleitet von Tanz mit Masken und Süßigkeiten für die Kinder.
DSC09451

DSC09454

DSC09458

DSC09456

DSC09460

DSC09465

DSC09468

DSC09471

DSC09473

Also ich finde die Masken immer irgendwie gruselig. Das die Kinder dar nervlich aushalten ist enorm..

DSC09478

DSC09479

DSC09482

DSC09477

Zuhause haben wir dann auch noch Mamemaki gemacht: Die Haustür aufgerissen, aus voller Kehle „Oni ha soto!“ (Dämonen hinaus!) gerufen und Bohnen nach draussen geworfen – Gefolgt von „Fuku ha uchi!“ (Glück herein!), um endlich mal ganz rebellenhaft Essen im Haus herumzuwerfen.

Damit hätten wir also alle Weichen für dieses Jahr gestellt. Jetzt muss das Glück nur noch kommen!

Read Full Post »

Letztes Wochenende habe ich ein paar Freunde zusammengetrommelt und bin zum alljährlichen Feuerwerk am 荒川 (arakawa – Ara Fluss) gegangen.

Letztes Jahr war ich auch schon dort. Mein absoluter Favorit!! (Naja, um ehrlich gesagt habe ich noch nicht viele Feuerwerke in Japan gesehen..)

Normal werden die Feuerwerke ja im Sommer abgehalten, aber dieses ist eines der netten Nachzügler. Dafür breitet sich das Feuerwerk quasi über deinem Kopf aus. Man ist praktisch mittendrin!!

DSC08638

Warten auf die Dunkelheit:
DSC08639

Hab ich schon erwähnt, dass ich Feuerwerk ÜBER ALLES liebe? (Naja, meinen Mann ausgenommen natürlich! Aaaaah. Kitschig!!)
DSC08642

DSC08649

Schmetterlingszauber:
DSC08656

DSC08664

DSC08689

Fast wie ein wunderschönes Gemälde:
DSC08697

Fuji-san! Du auch hier?
DSC08699

DSC08716

DSC08725

DSC08732

Ein kurzes Video kann man auf meiner Facebook Seite einsehen: Krach Bumm Bumm!!

Dann schalten wir mal um auf dieses Wochenende.

Noch davor – am Freitag – habe ich bei dem Immigration Bureau meine Visumsverlängerung erbettelt. Jetzt muss ich ein paar Wochen bibbern und hoffe dann ein 3-Jahres Visum in meinen Pass gestempelt zu bekommen. Schritt für Schritt… Eine Quälerei mit dem Papierkram immer.

Am Samstag bin ich einmal kurz zum Parco (einem Shopping Center) in Shibuya gehetzt, denn ich musste anschliessend noch zum grillen mit Freunden. „Musste“ ist auch das falsche Wort.. Ich meinte natürlich: YEAH! Grillöööööön!

Beim Parco sollte eine Ausstellung von weiblichen Künstlerinnen abgehalten werden. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. In meinem Kopf spulte schon die Erwartung einen kleinen Film: Der Frosch trifft viele coole Leute. Ein bisschen Smalltalk. Eine Handvoll neue Bekanntschaften, die ein Hobby oder eine Vision teilen. Alle sind happy.

Von weitem konnte man schon die kleine Showbühne sehen.
DSC08737

Im Eingang ein Programmheft eingesteckt, machte ich mich auf die Suche nach tollem Handgemachten. Ich schaute hier und da – und konnte kaum einen Unterschied zu normalen Tagen erkennen. Meine Erwartungen vielen wie ein Kartenhaus zusammen. Hatte ich also zu viel von einem Verkaufshaus erwartet, welches nur die Kunden in die vier Wände locken wollte.
Nach dem besteigen einiger Rolltreppen fand ich dann schließlich einen kleinen Eingang mit der Aufschrift „Kostenlose Ausstellung“.
Empfangen wurde ich dort dann mit einem frechen grinsen:
DSC08738

DSC08739

Nach geschossenen Fotos fand ich ein Verbotsschild und eine Bewacherin der Kunst, sodass ich den Rest der klitzeminikleinen Ausstellung so überflogen habe. Ich weiss nicht. Irgendwie hat mich das alles nicht wirklich vom Hocker gerissen..

Mit heruntergeschraubter Erwartungshaltung wechselte ich das Gebäude. Draussen gab es auch noch ein wenig zu sehen.
DSC08740

Das einzige was ich in dem Parco 3 Gebäude gesehen habe, war ein kleiner Verkaufsstand und umgestaltete Fahrstühle.
Diese hatten es mir dann aber angetan.
DSC08742

In dem anderen Fahrstuhl:
DSC08743

DSC08744

DSC08745

Das wars. Dann ging es auf zum 江戸川 (Edogawa – Edo Fluss) zum Grillen.
DSC08748

DSC08751

Ich hatte am Freitag einen klasse Vintage-Rock in Harajuku gefunden, den ich unbedingt tragen musste.
DSC08755

Dazu Mickey Mouse Tattoo-Tights und meine neuen Schuhe.
DSC08763

Es wurde dunkler und dunkler. Der Grill wurde erst spät angefeuert. Neue Teilnehmer kamen auch im Dunkeln noch. Lustige Erfahrung, sich mit Leuten zu unterhalten, deren Gesicht man kaum sehen kann..
DSC08769

Könnt ihr die Lippen vom Mann im Mond sehen?
DSC08767

Die einzige Lampe stand am Grill.
DSC08770

DSC08771

Es war aber ein super Abend! Im Dunkeln trinken, essen und Marshmallows rösten am Fluss hat schon was. Von jetzt an wird es immer kälter..
Das einzig gute am Herbst kommt aber erst noch – das bunte Laub an den Bäumen!

Und wie war euer Wochenende eigentlich?

Read Full Post »

Mensch habe ich heute hämmernde Kopfschmerzen und ich niese den ganzen Tag herum. Ich glaube mich hat es erwischt – aber ich dringend auch mal wieder bloggen.

Heute geht es weiter – mit dem Tag der Hochzeit in Panama.

Am Morgen wollten wir uns noch die Altstadt von Panama-City ansehen und sind mit einem Freund zu dritt losgewandert. Es war ein ganz schöner Fußmarsch in der Hitze.

Nach Zahlreichen Unterhaltungen mit Taxifahrern etc. haben wir gehört, dass die neue Regierung viel in den Aufbau der Stadt investiert. So wird nun eine erste U-Bahn gebaut, Straßen erneuert und die Altstadt wunderhübsch restauriert. In ein paar Jahren könnt ihr also noch einfacher in Panama herumreisen!

Heute gibt es wieder mal einen riesigen Stapel an Fotos –  denn Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte.

DSC07205New meets old.

DSC07201

DSC07206

Oh, das sieht ja schon mal chic aus.
DSC07207

DSC07208

DSC07211

In der Gegend war viel Militär vertreten. Warum die überall mit ihren Gewehren die Bauarbeiten überwachten, war mir nicht ganz klar.
DSC07215

Die Häuserruinen in der Altstadt waren aber schon irgendwie noch bewohnt:
DSC07219

DSC07220

DSC07225

DSC07230

Schöner wohnen: Before and after
DSC07234

DSC07236

DSC07237

Der Pikachu Panamas?
DSC07239

DSC07242

DSC07244

DSC07245

In dem Viertel gab es einige Souvenir/Kunst-Geschäfte. In einem Laden, in dem ich Postkarten suchte, gab es 3 Katzen, welche zwischen den Regalen umherschleichten.
DSC07247

Nach ein wenig unmotiviertem herumfeilschen um Panama-Hüte, entdeckten wir noch eine andere Kirche.
DSC07251

DSC07254

Oh Panama!
DSC07255

Dann ging es wieder langsam zurück. Vorbei am kleinen Fischmarkt, den man nur mit zugekniffener Nase passieren konnte.
DSC07257

Die Vögel hatten die Überreste der Fische auch schon nett im Umkreis verteilt..
DSC07258

DSC07259

So trotteten wir immer weiter entlang der großen Straße zurück zum Hotel. Hier auch ein Foto von meinen Lieblingsbussen in Panama:
DSC07263
„Red Devil“ werden die mit Graffiti verzierten Schulbusse genannt, welche als ganz normales Transportmittel in Panama genutzt werden.

Zurück im Hotel mussten wir noch unsere nächste Hotelreservierung für den Regenwald gerade rücken, weil dort alles schief gelaufen ist. Das hat dann so viel Zeit gekostet, dass ich mich vor der Hochzeit in 40 Minuten fertig machen musste. Was für ein Stress! Boah!
Das Wetter hatte auch eine starke Wendung genommen – es Gewitterte und regnete aus Kübeln. Zum Glück wurden wir direkt von dem Hotelausgang mit dem Auto vor die Kirche chauffiert. Dort sah es dann so aus:
DSC07277

DSC07285

DSC07287

Die Braut mit ihrem Vater.
DSC07298

Eine katholische Hochzeit. Was ich bei den Katholiken nebst Goldprunk am meisten hasse, ist das ständige Aufgestehe im Gottesdienst. (Mann, ich trage hier High-heels und muss darin noch den ganzen Abend laufen!!)
DSC07306

Die Zeremonie war also in Panama auch nicht viel anders als in Deutschland. (Ausser dass mir alles Spanisch vorkam… ich also kein Wort verstanden habe.)
DSC07310

DSC07319

Der Kuss! Im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt!!
DSC07325

DSC07344

Danach ging es zurück ins Hotel, wo praktischerweise auch die Feierlichkeiten statt fanden.
DSC07348

Die erste Station war das Fotoshooting mit allen Gästen in verschiedenen Grüppchen.
DSC07350

Dann ging es in den großen Saal. Ich war völlig von den Socken, was die Dekoration betraf!
DSC07351

400 Gäste auf einer Hochzeit. Eine normale Gästezahl in Panama. (Auf meiner werden es wohl so 40 sein..)
DSC07352

Unser bezaubernder Tisch.
DSC07356

DSC07358

Nach einer Weile und 2-3 maligem Laufen zum Buffet (ca. 300 Meter) ging es auch schon auf der Tanzfläche los.
DSC07362
Ich muss dazu sagen, dass viele schon tanzten, bevor das Buffet eröffnet wurde..

DSC07374

DSC07389

DSC02589

Und dann wurde getanzt getanzt getanzt. Von jung bis ganz alt, wirbelten alle auf der Tanzfläche herum. In Panama ist ausser tanzen fast alles nebensächlich, ja sogar das Brautpaar MUSS die ganze Nacht tanzen. Ich weiss nicht, wo die alle die Energie hernehmen, aber es wurde ohne Pause getanzt. Mit dem Drink in der Hand, welcher auch auf der Tanzfläche nachgefüllt wurde.
Unglaublich dieses Volk!!

An einem Punkt wurden plötzlich Masken aller Art verteilt und 2 Brasilianerinnen heizten die Tanzfläche auf.
DSC07399

DSC07402

DSC07408

Alles glich fast mehr einer Disco als einem gediegenen Hochzeitsfest. Wirklich eine spitzen Erfahrung. Und gute Tanzbeats!
DSC07408

DSC02523

Um 1 Uhr quengelte mein Mann schon, dass er schlafen gehen will. Nach einer langen entnervten Diskussion gab ich schliesslich nach und zwang ihn aber mindestens sich noch bei dem Brautpaar zu verabschieden. Der Bräutigam war natürlich ganz meiner Meinung und drängte meinen Mann noch etwas zu bleiben, weil noch Programm kommen würde. Und siehe da – auf IHN hat mein Mann gehört.

Es ging auch nach einer kurzen Zeit los. Die Jagd nach dem Strumpfband. Ein paar Tage vor der Hochzeit hatte ich gerade mit dem Bräutigam darüber gesprochen, wie sie denn in Panama das Strumpfband abnehmen. Mit der Hand, meinte er. Daraufhin erwiderte ich, dass es doch viel interessanter wäre, das Strumpfband mit den Zähnen vom Bein zu ziehen…
Es war soweit:
DSC07421

Und ich weiss nicht, ob es mein Einfluss war, aber:
DSC07425

Danach wurde weiter gefeiert. Um 3 Uhr wurde ich dann müde und bat meinen Mann, dass wir gehen. Aber nein, da wollte der Herr dann nicht mehr gehen! Ich dachte ich werd Wahnsinnig!!
Um 4 Uhr Morgens sind wir dann schliesslich in die Betten gefallen.

Und um 9 Uhr mussten wir schon zum Regenwald aufbrechen. Mensch war ich groggy..

Read Full Post »

Mensch!!

Da habe ich doch glatt komplett vergessen von dem Deutschen Oktoberfest im Mai zu berichten.

Kann ja gar nicht angehen! Dabei war das so ein unvergessliches Erlebnis – jedenfalls für meinen Geldbeutel, der bei dem Preis einer Bratwurst laut zu kreischen anfing.. Aber davon gleich mehr – man soll ja schliesslich immer eine Geschichte mit einer Einleitung beginnen:

Also, die Freunde an dem Bahnhof gesammelt und los ging es. Eine Freundin war vorher gerade noch Bergsteigen und war noch in voller Montur bereit für ein erfrischendes Bier. Oder 2.
DSC06325

Durch den Eingang gezwängt, wurde schnell klar, dass sich dieses Fest wohl an allgemeiner Beliebtheit erfreute.
DSC06331

Bereits nach 2 Minuten war die Hälfte unserer Gruppe irgendwo im Menschenwirrwar verschwunden und wir standen erst einmal dort wie bestellt und nicht abgeholt. Nach einigem planlosen umher telefonieren haben wir uns dann schliesslich wieder gefunden und hinter den Buden niedergelassen. Fast wie beim Hanami ging das dort zu. Nur mit mehr Bier.
DSC06330

Nachdem also ein Sitzplatz ergattert war, konnte ich mich auf Festivalrunde machen und mal so ein paar überteuerte „Deutsche“ Delikatessen einkaufen gehen. Das ganze sah dann also so aus:
DSC06326

DSC06328Prost!

DSC06332

DSC06336

In dem Zelt ging die Post ab. Die sonst so zurückhaltenden Japaner tanzten und grölten die Schlager gleich auf Deutsch mit.
DSC06340

DSC06342

Nachdem ich also umgerechnet um die 20€ für die kleine Deutsche Platte mit 3 verschiedenen Würsten, Sauerkraut und Brot berappt habe, ging es an das verköstigen!
DSC06337
Und ich muss sagen es war überraschend lecker! Selbst das Brot hatte echte Sonnenblumenkerne! Der Wahnsinn!

Mein Mann hatte das Menü dann noch folgendermaßen ergänzt:
DSC06338
Was ungefähr noch einmal ein Vermögen gekostet hat. Aber das war ja sowieso alles nur zu Testzwecken. Alles nur für euch meine lieben Leser!

(Jetzt aber genug gelogen!) Fakt ist, alle hatten ihren Spaß und Genuss. Vor allem an dem gelben flüssigen Gold.

DSC06346
Baibai! Vielleicht bis nächstes Jahr – denn ein klein wenig Heimweh liegt mir auch auf der Zunge, dass ich ab und an auch bei horrenden Preisen zuschlagen muss!

Read Full Post »

Gestern war wieder Tanabata (七夕)

Vor einem Jahr war ich ja unterwegs und habe bereits über diesen Tag berichtet..

Dieses Jahr war aber das Wetter total Mist, sodass ich im Grunde nichts gemacht habe. Wirklich schade…

An einer großen Straße in meiner Nähe wurde jede Straßenlaterne mit Bambus und kleinen Wunschzetteln von Kindern einer Grundschule dekoriert. Was sich da so gewünscht wird, ist wirklich köstlich zu lesen. Da wünscht man sich echt die Probleme aus Kindertagen zurück… Aber seht doch selbst mal ein paar Auszüge:

IMG_1409

„Ich wünsche mir Geld, um eine komplette Manga-Serie zu kaufen.“

IMG_1410

„Ich möchte mit Katzen Freundschaft schließen.“

IMG_1411

„Ich möchte klug werden.“

IMG_1412

„Ich möchte Insekten anfassen können.“

IMG_1413

„Ich möchte umziehen.“  (Von einem Erstklässler geschrieben. Ich frage mich, ob er in so einer schlimmen Wohnung lebt?!)

Interessante Tendenz der beliebtesten Wünsche:

– Ich möchte einen Hund/ Chihuahua/ Katze haben.

– Ich möchte schnell laufen können. (Ist die Competion so hart? Ist man auf dem Schulhof ein Loser, wenn man nicht schnell laufen kann?)

Auch gut zu sehen war die Entwicklung der Wünsche. Erst- und Zweitklässler Wünsche waren sehr simpel, wie z.B. schnell laufen, groß werden oder Haustiere – bei Viertklässlern sah das ganze schon reifer aus (studieren, Arzt werden etc.)

Auf jeden Fall wirklich süß, was die kleinen Krabben sich so alles wünschen. Ich hoffe, dass auch alles in Erfüllung geht!

Read Full Post »

Hier der versprochene bunte Artikel und sogleich letzter Tag in der Präfektur Kochi!

Am Morgen nach dem langen Regen sah das Wetter schon gleich vielversprechend aus. Es war zwar noch teils wolkig und windig, klarte aber ab und an auf. Um 8 Uhr aus dem Bett gequält, erwarteten wir großes von dem kleinen Dorf:

Es sollte in Ino ein Fest anlässlich des こどもの日 (kodomo no hi – Kindertag) abgehalten werden. Der „Kindertag“ ist ein japanischer Feiertag am 5. Mai und eigentlich eher für die Jungen gedacht.. (Die Mädchen hatten ihren Tag ja schon.)

Das kleine Fest fand am 仁淀川 (Niyodogawa-Fluss) statt und war betitelt mit こいのぼり (koi nobori) was soviel heisst wie Karpfenfahne. Solche Karpfen-Fahnen werden immer um den Kindertag gehisst und sind wunderhübsch anzusehen!

Die Besonderheit in Ino liegt aber darin, die Karpfenfähnchen im Fluss schwimmen zu lassen. Und da nehme ich euch jetzt mit hin…

DSC05989

DSC05996

Alles ist schon vorbereitet.
DSC05998

DSC06005

Nach ein wenig warten ging es dann endlich los. Die ersten Boote legten ab um die Kois zu Wasser zu lassen.
DSC06008

DSC06012

In Ufernähe wateten einige Jungs im Hüfttiefen Wasser um die Kois dort ins Wasser zu drapieren.
DSC06009

DSC06015

Das Problem war, dass durch den immensen Regen auch der Niyodogawa so geflutet war, dass die Kois nur in Ufernähe ausgesetzt werden konnten. In der Mitte des Flusses war der Wasserstand nun so hoch, dass die an schweren Säcken gebundenen Flaggen unter dem Wasserspiegel verschwanden. Es war wirklich sehr schade, denn normalerweise soll man alles viel schöner ansehen können.

DSC06023

DSC06024

Erst der Sack mit Schnur ins Wasser, dann der bunte Koi hinterher.
DSC06033

DSC06037

Wunderschön, nicht wahr?
DSC06041

DSC06102

Am Ufer gab es einige Fressbuden und die alten bekannten Kinderattraktionen wie z.B. Goldfisch-fischen.
DSC06048

DSC06050

Was ich besonders toll fand, war die ganzen ausgelassenen Kinder, die mit kleinen Drachen am Ufer herumliefen.
DSC06054

(Ich will den Nekobasu-Drachen haben!!)
DSC06060

Und diese kleine war so goldig. Im flachen Wasser hingehockt, um Steinchen aufzusammeln und bei jedem Mal aufstehen war die Hose nasser. Hihihi.
DSC06067

DSC06068

Weiterer Favorit der Sause – ein riesiger Koi-Drachen!!
DSC06072

Jedes Mal, wenn der Wind nachliess und der Koi gen Boden segelte, rann eine schreiende Kinder-Meute wie ein wild gewordener Bienenschwarm auf den Koi zu um ihn anzufassen.
DSC06079

Der Koi jedoch hat sich immer wieder losgerissen und ist gen Himmel aufgestiegen, wo ihm niemand mehr etwas anhaben konnte.
DSC06081

Währenddessen wurde Wasserseitig schon das nächste Event vorbereitet:
Mini-Koi angeln!
DSC06075

DSC06076

DSC06085

Als wir fast gehen wollten, haben Sie dann einen sogar noch größeren Anpanman-Drachen rausgekramt. Da möchte man wieder Kind sein!
DSC06091

Und das wars auch schon. Jetzt noch ein letztes Mal den Kois zuwinken. Bai bai!
DSC06101

DSC06104
Übrigens ist der Niyodogawa jetzt zum schönsten Fluss Japans gekürt worden. Vor allem an den Stellen, wo er schmaler ist, kann man dieses kristallklare und bläuliche Wasser genießen. Wirklich wirklich wundervoll!
Ich habe Kochi total in mein Herz geschlossen und kann wirklich jedem nur Empfehlen hier mal eine Reise hinzuwagen. (Leuten mit nicht ausreichenden Japanischkenntnissen jedoch würde ich raten eher in die größeren Städte zu gehen bzw. nur Touren zu buchen.) Die Natur in Kochi ist wirklich ein Traum! Ich werde auf jeden Fall noch mal wieder kommen.

Aber Halt!!
Ich bin noch nicht fertig. Noch ein kleiner Spaziergang durch Ino am helllichten Tage bevor wir uns endgültig verabschieden.

Zum Schrein wollte ich unbedingt noch einmal.
DSC06106

DSC06107

WAS? Echte Kois gibts hier auch?
DSC06109

DSC06114

DSC06115

Süße Troublemaker!
DSC06117

Sonnenblumen-Milch?!
DSC06118

DSC06119

DSC06121

Und noch einmal Anpanman.
DSC06124
Für die Leute, die ihn noch nicht kennen: Anpanman ist eine Illustration von Takashi Yanase, welche erstmals im Jahre 1979 erstellt wurde. Bis heute ist Anpan überall Präsent und besonders von kleinen Kindern geliebt. Dabei ist die Story hinter dem Gesicht eigentlich gar nicht lustig: Takashi Yanase wurde durch seine Zeit im 2. Weltkrieg inspiriert, in welcher des öfteren hungerte und von Anpan (mit Bohnenpaste gefülltes Gebäck) träumte.
Einige Zeit lebte Takashi auch in Kochi-City, weshalb fast alles dort mit seinen Charakteren gepflastert ist.

Es ging dann mit der Diesellok wieder zurück Richtung Festland. Dabei kamen wir an einem Ort vorbei, der mich herzhaft lachen liess:
DSC06125
(„gomen“ bedeutet „Tut mir Leid“)

In Okayama stiegen wir dann auf den Shinkansen um. Im Süden Japans gibt es nun einen ganzen neuen Zug: さくら (sakura – Kirschblüte)
Ich mich natürlich gleich wie ein Schneekönig gefreut, dass ich das neue Modell bereisen durfte!
DSC06127

DSC06129

Dann ging es -ganz ungewohnt komfortabel- nach Kobe.
Aber das erzähle ich euch beim nächsten Mal..

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: