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Posts Tagged ‘Schildkröten’

Man soll es kaum glauben, aber ich hatte trotz meinen zahlreichen Reisen in Japan es bis jetzt noch nicht geschafft, zu einem äußerst nahe liegenden Ort einen Ausflug zu machen…

Die Rede ist von Enoshima (江ノ島) einer kleinen Insel vor den Türen Tokyos.

Man kommt dort sehr einfach mit der Odakyu-Line (小田急線) von Shinjuku aus hin. Trotzdem hatte mich das Meer bis jetzt nicht stark genug motivieren können, mir das auch mal früher angucken zu wollen, das aber habe ich nun endlich nachgeholt.

Nach ca. 1 Stunde fahrt war es dann soweit und ich habe das erste Mal das Meer in der Tokyo Region gesehen! (Ausser Tokyo Bay, wo man auf der anderen Seite der Flussmündung ja auch wieder die Wolkenkratzer sieht.. Aber das gilt ja nicht!)

Nachdem schälen aus der Bahn, schlugen einem fast schon die Palmen und der Sand um die Ohren, so nah ist der Bahnhof an der Küste gelegen. Es war ein recht sonniger Tag, der auch noch ein paar mehr Tokyoter aus den kleinen Wohnungen gelockt hatte.

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Die Jetskis zogen ihre Kreise und die kleinen weissen Dreiecke segelten munter am Horizont.

Über eine lange Brücke kommt man ganz bequem auf die kleine Insel, die etwas von einem stark bevölkerten Helgoland hat.

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Nachdem man sich vorbei an Souvenir Geschäften und Restaurants geschlängelt hat, erreicht man ein großes Tor, an welchem man sich entscheiden kann die ganzen Treppen bis auf die Spitze des Berges zu erklimmen, oder sich Tickets für ein paar eingebaute Rolltreppen zieht.
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Da ich ungefähr genauso faul wie die Katze bin..
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..habe ich mich für die Rolltreppen entschieden. (Nein im Ernst. Ich war noch nicht ganz fit nach meiner Grippe und wollte mich an dem heissen Tag nicht überanstrengen.)

Mit der Rolltreppe also auf die erste Anhöhe chauffiert, begrüßte uns ein kleiner Schrein.
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(Wenn man durch dieses runde Tor geht soll man angeblich die bösen Geister abstreifen.. Aha aha. Na dann.) Ich bin mir aber nicht ganz sicher warum sich an diesem Tag so viele Leute an dem Schrein angestellt hatten..

DSC06576 (Tanabata Dekoration)

Als nächstes kamen wir zu einem kleinen Teich, in dem ein älterer Mann und ein Kind die Schildkröten fütterten. Sind die nicht süüüüüß?? Ich liebe Schildis!
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Weiter ging es mit der nächsten überdachten Rolltreppe zur nächsten Etappe. (Normalerweise würde ich darüber nur den Kopf schütteln, aber noch mit der Erkältung in den Knochen war ich sehr dankbar.)
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Nach einer weiteren Etappe waren wir oben angekommen. Für die Kamera-fans gab es da auch gleich etwas besonderes: Einen Aussichtspunkt-Kamera-Halter.
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Was dabei heraus kommt, wenn man diese Apparatur benutzt:
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Hmmm. Nicht wirklich die tollste Aussicht. Es sei denn man ist Turm-Fetischist. Schief ist die ganze Geschichte auch noch. Also dann doch lieber die Sache mit dem Fotografieren selbst in die Hand nehmen.

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Es gibt so viele Miezekatzen auf der Insel. Es ist wirklich total klasse.
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Zum ersten Mal gesehen in Japan – (geplanter) Vandalismus mit Stiften.
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Direkt am Riff findet man teilweise nicht mehr die jüngsten Häuser..
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Seht ihr die kleinen flachen Felsen dort unten? Irgendwie scheint dort jemand zu stehen..
DSC06602 Mit meinem Paparazzi Zoom kann man auch klar erkennen, dass da wohl jemand fischt. Wie traumhaft!
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Ein Schrein in einer Steinhöhle.. Was es alles gibt!
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Und ganz in der Nähe der Schildkröten-Stein, welcher vor langer Zeit mal von einem Bewohner gefunden wurde. Der wird nun auch verehrt. In Japan bekommt man auch als Stein Geld und Ruhm!!
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Mein Mann hatte dann genug und so sind wir den Rückweg angetreten. (Eigentlich könnte man noch eine Art Tropfsteinhöhle besuchen, darüber habe ich aber keine Infos.)
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Unten angekommen wollten wir unsere Bäuche dann mit etwas lokalem Füllen. Und siehe da – am Meer hat man die große Auswahl zwischen Fisch, Fisch und noch mehr Fisch. Nach ein wenig unentschlossenem Umherirren haben wir uns dann schliesslich für ein Lokal entschieden, welches wohl auf viel Werbung setzt:
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Ich hatte Maguro Sashimi (roher Thunfisch) und mein Mann die Enoshima Spezialität – kleine Fischlein auf irgendwas.

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So sieht es also aus, am Japanischen Meer. Vielleicht schaffe ich es ja noch einmal irgendwann mich dort an den Strand zu legen.

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Letzten Sonntag, den 11. März hatten wir “1-Jähriges” nach dem folgenschweren Erdbeben und Tsunami letztes Jahr. Diejenigen, die die Medien verfolgen, werden das sicher schon wissen.. Obwohl (wenn ich das richtig mitbekommen habe) die Naturkatastrophen eher von dem Fukushima-Unglück überschattet wurde.

Ich finde es wichtiger, den fast 20.000 verstorbenen oder noch teils vermissten Menschen zu Gedenken. So hat man an dem Tag auch die Japanische Flagge auf Halbmast gehisst und durch Tabibito’s Blog habe ich über die Schweigeminute um genau 14:46 Uhr erfahren. Sonst ging alles seinen gewohnten Gang. Ich hatte nur das Gefühl, dass die Straßen leerer als sonst waren.

Wir sind an diesem Tag ein wenig im Stadtteil Asakusa herumgestreift..
Sky Tree at day

..und haben uns dann in einem Café im 22. Stockwerk ganz in der Nähe des nun fertig gestellten Fernsehturms der Superlative – dem Sky Tree (スカイツリー) niedergelassen.

Der Ausblick war dann ungefähr so:

Das Wetter hatte sich teils der Stimmung dieses traurigen Jubiläums angepasst:
Tokyo Sky Tree

Ich hätte aber fast lieber dort gesessen:

Barrierefreien Ausblick nenn’ ich das!

Am Abend diesen Tages hat der Tokyo Tower am Abend als Zeichen der Trauer und Verbundenheit die Beleuchtung abgeschaltet und in den Fenstern “KIZUNA NIPPON” gezeigt.

Yahoo picture of Sky Tree

絆 (kizuna) bedeutet “Verbindung” auf Japanisch und wurde zum Wort des Jahres 2011 gewählt. Es steht für die Verbindung der Menschen, die sich alle gegenseitig nach der schweren Katastrophe geholfen haben.

Der Sky Tree hat sich natürlich auch nicht lumpen lassen, mal eine ganz andere Beleuchtung an dem Tag zur Schau zur stellen – zwar ohne tiefe Message aber einfach mal dunkel und schwarz-weiß im Gedenken an die Opfer.
Sky Tree at Night

Nachhauseweg:
Details

Natürlich gab es an diesem Tag auf ununterbrochen auf allen TV-Kanälen Sondersendungen und Dokumentationen über Tsunami und das Erdbeben etc.
Ich konnte mir davon jedoch nichts länger als 2 Minuten ansehen, ohne jedes Mal in Tränen ausbrechen zu müssen. Zu schrecklich sind die verzweifelten Schreie nach Angehörigen, die fassungslosen Stimmen derer, die alles verloren haben. Ich konnte einfach nicht… so sehr mich auch alles interessiert, aber nach dem zweiten Tränenausbruch haben wir den Fernseher lieber ausgeschaltet.

Montag, 12. März.
Mein Geburtstag. Es ist erst recht schönes Wetter – nachdem ich eine Weile draussen war jedoch wurde mir die Kälte, die vor allem durch den Wind getragen wurde, bewusst. Die Sommer lugte ab und an zwischen den Wolken hervor.
Immerhin besser als der Sonntag.
Fast das Beste an diesem Tag: Der Frosch hat sich einen ganzen Tag Urlaub genommen. Kaum zu fassen! Es fühlte sich an wie seit einer Ewigkeit..

Geschenk vom Göttergatten:

Ein Makro-Objektiv für meine treue Kamera und zwei weitere lustige Filter – welche ich später Offenbaren werde. Lange schon hatte ich meine Probleme ordentlich Fotos vom nahen zu schießen. Die Qual hat nun ein Ende! Hab mich monstermäßig gefreut!!

Die Kameratasche ist mit 3 Objektiven jetzt aber echt voll. Beim testen ist mir auch gleich aufgefallen: Das Objektive tauschen bei dreien ist schon leicht stressig. Am liebsten müsste man gleich 3 verschiedene Kameras mit 3 verschiedenen Objektiven um den Bauch geschnallt haben. Aber das wäre ja bei mir als totalem Un-Profi (das ist das Gegenteil vom Profi, finde ich jetzt mal) wäre das reine Geldverschwendung.

Also am Geburtstag gleich das Equipment gekrallt und raus in die Welt gefahren -

Zuerst nach 亀戸 (kameido) einem Ort in Tokyo.

Dort gibt es einen süßen Schrein, der 亀戸天神社 (kameidotenjinsha) mit seinen Ursprüngen noch vor dem Jahre 1661.

Dann erkundet mal mit mir die Gegend:
Shrine

Shrine

In dem Teich leben viele Schildkröten. Der Schrein soll angeblich gut für Gebete bezüglich Erfolge im Studium oder in der Schule sein. Werden die Gebete erhört, gab es eine kleine unbeschriebene Regel dem Schrein als Dankeschön eine Schildkröte zu bringen.
Nun sind dort schon sehr viele Schildkröten verschiedener Arten – und vor allem die Mississippi-Rotohr-Schildkröte sei weit verbreitet, da sehr günstig zu erwerben. Es wird also davon abgeraten noch weitere Schildis dort auszusetzen, also untersteht euch! Vergeigt lieber die Noten im Studium..

Turtle
Nicht desto trotz sind die Schildis einfach goldig.

Plum flowers

Turtle

Kommen wir nun zu den Pflaumenblüten und anderen ersten Versuchen mit meinem Makro-Objektiv:
Plum flowers

Plum flowers

Plum flowers

Plum flowers

Flower

Paper

Shrine

Details

Der SkyTree immer zu sehen. Bei der Größe ja auch kein Wunder..
Shrine

Plum flowers

Plum flowers

Plum flowers

Turtle

Shrine

Turtles

Ich glaube ich brauche nicht viel schreiben und lasse wie immer die Fotos sprechen. Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir in den Kommentaren!

Wood

Und hier mein persönlicher Favorit:
Plum flowers

Vor allem weil ich so fasziniert von den Details (auch noch im zoom) bin:
Plum flower
WAHNSINN! Finde ich. Makroaufnahmen rocken ja sowas von!

Plum flowers

Danach sind wir in die Nähe nach 門前仲町 (monzennakachou) gefahren, in der Hoffnung noch mehr Pflaumenblüten zu Gesicht bekommen. Ich kann euch jetzt schon verraten, dass wir nicht eine einzige gesehen haben. Das war blöd. Vor allem, weil ich an dem schönen Schrein nur von den Blüten selbst – nicht aber von mir/uns mit Blumen ein Foto geschossen haben. Naja..

Hier also noch ein paar mehr Fotos von 2 weiteren Schreinen in Monzennakachou.

Shrine

Shrine

Shrine

Shrine

Dann haben wir wenigstens doch noch ein Geburtstagskind-Foto geschossen..
Who is that smiling girl?

Decoration

Später dann nach Shinjuku – Kuchen essen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich enttäuscht war, weil ich unbedingt einen kleinen Kuchen haben wollte auf dem Happy Birthday steht. Mein Mann wollte nicht nochmal nach Hause, sodass wir uns ein wenig in die Haare gekriegt haben, da in dem Café fast nix dolles angeboten wurde. Ich war traurig – und er sauer, dass ich so hohe Erwartungen an einen Geburtstag habe.
Nach ein wenig Diskussion haben wir uns beide zusammengerissen und Kuchen gegessen und dann realisiert, wie blöd wir sind. Ich fand mich selbst ekelhaft mit meinen besonderen Vorstellungen und er hat sich entschuldigt, dass er von der Arbeit genervt war und so kein Verständnis für Kuchen hatte. Hahaha.
Zwei Blödbardel. Wie auch immer – der Kuchen war doch ganz lecker:
Dessert

Cake

Nach dem Café haben wir ein weiteres der Geschenke ausprobiert:
Einen Filter, der Licht schön scheinen lässt.
Glitter night

Und aaaaaah. Der Artikel ist so lang geworden. Mir gehts zwar besser als gestern, aber der Krankheit vorbeugen will ich trotzdem, deswegen muss ich wieder in die Heia.
Dann kommt der Dinner-Report morgen oder so.

Übrigens gab es vor 2 Stunden ein ziemlich starkes Erdbeben dicht bei Tokyo (Chiba). Eine 6,1 auf der Richterskala in nur 10km Tiefe. Laut Japanischer Erdbebenskala eine 5+ und seit letztem Jahr das Stärkste von mir Gefühlte Erdbeben. Es war wirklich lang und ziemlich stark. Alle Türen, Fenster und meine Waschmaschine hat geklappert wie verrückt. Aber keine Sorge, nichts passiert.

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