Man soll es kaum glauben, aber ich hatte trotz meinen zahlreichen Reisen in Japan es bis jetzt noch nicht geschafft, zu einem äußerst nahe liegenden Ort einen Ausflug zu machen…
Die Rede ist von Enoshima (江ノ島) einer kleinen Insel vor den Türen Tokyos.

Man kommt dort sehr einfach mit der Odakyu-Line (小田急線) von Shinjuku aus hin. Trotzdem hatte mich das Meer bis jetzt nicht stark genug motivieren können, mir das auch mal früher angucken zu wollen, das aber habe ich nun endlich nachgeholt.
Nach ca. 1 Stunde fahrt war es dann soweit und ich habe das erste Mal das Meer in der Tokyo Region gesehen! (Ausser Tokyo Bay, wo man auf der anderen Seite der Flussmündung ja auch wieder die Wolkenkratzer sieht.. Aber das gilt ja nicht!)
Nachdem schälen aus der Bahn, schlugen einem fast schon die Palmen und der Sand um die Ohren, so nah ist der Bahnhof an der Küste gelegen. Es war ein recht sonniger Tag, der auch noch ein paar mehr Tokyoter aus den kleinen Wohnungen gelockt hatte.
Die Jetskis zogen ihre Kreise und die kleinen weissen Dreiecke segelten munter am Horizont.
Über eine lange Brücke kommt man ganz bequem auf die kleine Insel, die etwas von einem stark bevölkerten Helgoland hat.
Nachdem man sich vorbei an Souvenir Geschäften und Restaurants geschlängelt hat, erreicht man ein großes Tor, an welchem man sich entscheiden kann die ganzen Treppen bis auf die Spitze des Berges zu erklimmen, oder sich Tickets für ein paar eingebaute Rolltreppen zieht.

Da ich ungefähr genauso faul wie die Katze bin..

..habe ich mich für die Rolltreppen entschieden. (Nein im Ernst. Ich war noch nicht ganz fit nach meiner Grippe und wollte mich an dem heissen Tag nicht überanstrengen.)
Mit der Rolltreppe also auf die erste Anhöhe chauffiert, begrüßte uns ein kleiner Schrein.


(Wenn man durch dieses runde Tor geht soll man angeblich die bösen Geister abstreifen.. Aha aha. Na dann.) Ich bin mir aber nicht ganz sicher warum sich an diesem Tag so viele Leute an dem Schrein angestellt hatten..
Als nächstes kamen wir zu einem kleinen Teich, in dem ein älterer Mann und ein Kind die Schildkröten fütterten. Sind die nicht süüüüüß?? Ich liebe Schildis!

Weiter ging es mit der nächsten überdachten Rolltreppe zur nächsten Etappe. (Normalerweise würde ich darüber nur den Kopf schütteln, aber noch mit der Erkältung in den Knochen war ich sehr dankbar.)

Nach einer weiteren Etappe waren wir oben angekommen. Für die Kamera-fans gab es da auch gleich etwas besonderes: Einen Aussichtspunkt-Kamera-Halter.

Was dabei heraus kommt, wenn man diese Apparatur benutzt:

Hmmm. Nicht wirklich die tollste Aussicht. Es sei denn man ist Turm-Fetischist. Schief ist die ganze Geschichte auch noch. Also dann doch lieber die Sache mit dem Fotografieren selbst in die Hand nehmen.
Es gibt so viele Miezekatzen auf der Insel. Es ist wirklich total klasse.

Zum ersten Mal gesehen in Japan – (geplanter) Vandalismus mit Stiften.

Direkt am Riff findet man teilweise nicht mehr die jüngsten Häuser..

Seht ihr die kleinen flachen Felsen dort unten? Irgendwie scheint dort jemand zu stehen..
Mit meinem Paparazzi Zoom kann man auch klar erkennen, dass da wohl jemand fischt. Wie traumhaft!

Ein Schrein in einer Steinhöhle.. Was es alles gibt!

Und ganz in der Nähe der Schildkröten-Stein, welcher vor langer Zeit mal von einem Bewohner gefunden wurde. Der wird nun auch verehrt. In Japan bekommt man auch als Stein Geld und Ruhm!!

Mein Mann hatte dann genug und so sind wir den Rückweg angetreten. (Eigentlich könnte man noch eine Art Tropfsteinhöhle besuchen, darüber habe ich aber keine Infos.)

Unten angekommen wollten wir unsere Bäuche dann mit etwas lokalem Füllen. Und siehe da – am Meer hat man die große Auswahl zwischen Fisch, Fisch und noch mehr Fisch. Nach ein wenig unentschlossenem Umherirren haben wir uns dann schliesslich für ein Lokal entschieden, welches wohl auf viel Werbung setzt:

Ich hatte Maguro Sashimi (roher Thunfisch) und mein Mann die Enoshima Spezialität – kleine Fischlein auf irgendwas.
So sieht es also aus, am Japanischen Meer. Vielleicht schaffe ich es ja noch einmal irgendwann mich dort an den Strand zu legen.



























































