Hier ist er nun endlich! Der Artikel mit Bildern von meiner Hochzeit am 22.12.2012 in Hamburg.
Lang hat’s gedauert, aber endlich habe ich die Fotos bekommen und es geschafft welche auszuwählen…
Also die Nacht vor der Hochzeit hatte ich getrennt von meinem Mann bei einer Freundin übernachtet. Der Entspannung wegen, flezten wir uns gemütlich mit einem Film aufs Sofa und liessen uns das Abendessen liefern. Nach langer Deutschland-Abstinenz musste ich mir natürlich unbedingt ein Croque gönnen. Vielleicht keine so tolle Idee, denn meine Nacht vor der Hochzeit durchzog sich mit Übelkeit und Bauchschmerzen. Dazu kam die reguläre Aufregung vor der Hochzeit – resultierend in 4 Stunden Schlaf!
Die Braut mit Augenringen also!
Egal, morgens aus dem Bett geschält, erwartete uns eine rieselnde Freude vor dem Fenster! Schnee! An meiner Hochzeit! Ich fands supertoll! Weiss in weiss, davon hatte ich schon irgendwie geträumt.
Im Stress hetzten wir im Jogginganzug zum Frisör. Dieser hatte sich leider etwas verkalkuliert, sodass meine Freundin schon fertig war, ich aber in der letzten Sekunde und mit einem Bein aus der Tür mein Make-up bekommen habe. Durch die Schneeberge pflügten wir uns wieder nach Hause, ich sprang in 2 min. in mein Hochzeitskleid und dann schlitterten wir zur Kirche. Auf die Minute genau kamen wir dort an, was aber nicht schlimm war, denn der Schnee hatte auch viele andere überrascht. Mein Mann sah erleichtert aus, als ich aus dem Auto stieg. Ich weiss nicht, warum er Angst hatte dass ich nicht kommen würde – wir sind ja schon seit fast 2 Jahren verheiratet.
Dann ging es los. Startposition in der Kirche! Mir schlotterten die Knie und vor Aufregung zitterte mein ganzer Körper.





Als ich den Gang hinunterschritt fühlte ich mich wie in Trance. Das war alles so unwirklich.




Der Gottesdienst war sehr schön. Die Lieder waren von mir ausgesucht und eine Strophe konnten wir auch in Japanisch singen, denn dieses Lied (Welch ein Freund ist unser Jesus) wird auch in Japan oft bei Hochzeiten gesungen (いつくしみ深き – itsukushimi fukaki).








Das lustigste war, dass wir eigentlich dann schon die Trauung abschliessen wollten und unsere Pastorin dann flüsterte: “Achja, der Kuss!!” Stimmt, den hatten wir in der Aufregung komplett vergessen. Also wurd der nochmal schnell vor dem Auszug nachgeholt.





Dann ging das Begrüssen und Gratulieren los. Es war so toll, alle nach so langer Zeit wieder zusammen zu sehen.

Mein Papa!

Auch wenn alle maulten und nicht in der Kälte Fotos machen wollten, konnte ich sie überreden. Hier also die lieben Eltern.



Hier alle unsere Gäste (Familie und Freunde) aus Deutschland, Japan und der Welt. Auf diesem Wege nochmal ein riesiges Dankeschön an alle, die da waren. Ihr seid klasse!


Dann ging es ins benachbarte Dorf im Alten Land (süden Hamburgs) in dieses süße Gasthaus.





James Bond ist ein Scheiss gegen meinen Bräutigam! Tzzz..

Ein Stößchen mit Papa bevor das Programm weiter ging.

Die kleine deutsch-japanische Übersetzungshilfe wurde also auch begutachtet. Aber ob sich wirklich jemand im Gespräch versucht hat?



Meine Besten <3



Während alle ungeduldig auf etwas essbares warteten, schlüpften wir noch einmal aus der Tür, um mit unserem Fotografen Fritz (einige kennen ihn sicher schon aus dem Internet) ein paar Paaraufnahmen zu machen..





Als mein Mann ordentlich durchgefroren war, ging es zurück zu den Gästen, die sich dank fehlendem Mittag schon über alle japanischen Snacks hergemacht hatten..

Um dem Hunger den Garaus zu machen, liessen wir die Hochzeitstorte bringen. Ich konnte es kaum erwarten von diesem Kunstwerk zu naschen!

Natürlich gab es nicht irgendeine Torte, sondern eine von mir persönlich designte Froschtorte! (Gemacht habe ich sie natürlich nicht, sondern nur das Design und Anweisungen gegeben.)





Dann ging es der schönen Torte an den Kragen. Schaut euch die hungrige Meute an..






Ach, und wen es interessiert, welche Tortenfüllungen ich hatte: Unten – Schwarzwälderkirsch, Mitte – Yoghurt Mango Maracuja (oder so) und oben dann Marzipantorte.

Nach dem Anstossen ging es später dann mit dem Abendessen weiter.


Ausgesucht hatten wir uns folgendes Menü:

Vorspeise: Legiertes Crémesüppchen von Steinpilzen
Hauptgang: Barbarie-Flugente nach Art des Hauses, gefüllt mit Apfelscheiben und Rosinen, dazu Apfelrotkohl und Kartoffeln, Rosenkoshl sowie Kroketten und Soße. Viele Leute, die normalerweise nicht sehr gerne Ente essen, waren hellauf begeistert wie lecker zart die Ente innen und wie knusprig die Haut zugleich war. So viele Komplimente für das Essen haben wir bekommen – dabei haben wir gar nicht selbst gekocht. Haha!
Nachspeise: Heisser Apfelstrudel mit Vanilleeis und Soße.
Das schlimmste war, dass ich, die normalerweise immer essen kann wie ein Scheunendrescher, keinen Appetit hatte! Es war soo lecker, aber ich konnte nicht mehr als einen Bissen herunterbekommen. Mann hab ich mich geärgert! Entweder war das Kleid zu eng, oder die Aufregung zu groß, oder beides.

Vor der Nachspeise haben wir unsere Verlosung ausgezählt (Man durfte vorher raten, wie die Torte aussehen würde) und Gewinner gezogen, die dann Kleinigkeiten aus Japan bekommen haben.


Nach dem Essen ging es dann an den Programmpunkt, vor dem ich mich schon den ganzen Tag fürchtete: Die Rede!
Man muss dazu sagen, dass ich schon immer Referate oder Reden vor vielen Leuten gehasst habe. Ich kann das nicht und werde erstmal rot wie eine Tomate, wenn so viele Leute mich anschauen. Zum Glück fing mein Mann an..


Als er fertig war, habe ich ein paar Erinnerungen aus meinem Leben wiedergegeben und musste dann wirklich das erste Mal auf meiner Hochzeit heulen. (Eigentlich dachte ich, dass ich beim Ja-Wort schon in Tränen ausbreche, aber irgendwie war ich da nur am zittern.) Also musste ich erst mal meinen Papa drücken.


Er hat immer viel Quatsch mit mir als Kind gemacht und als ich darüber mal ein paar Geschichten erzählte, konnten sich einige vor lachen nicht mehr halten.



Für die Deko und Gäste hatten wir einige Sachen aus Japan mitgebracht. Ich wollte gern einen Hauch “Vintage” und Pastellfarben auf meiner Hochzeit haben.


Dazu gehörte auch mein Prunkstück (aka Haarkamm) aus den ’30ern.

Meine Kette habe ich von meinem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen, noch bevor wir überhaupt ein Paar waren. Sie ist etwas sehr besonderes für mich, weil sie meinen Glauben bekräftigt und gleichzeitig ich es sehr schön fand, dass mein Mann meinen Glauben respektiert.

Die meisten liessen den Abend dann mit Fotos und Einträgen ins Gästebuch ausklingen..

Das schlimme ist nur, dass die meisten Fotos fürs Buch, mit der Kamera meines Mannes gemacht wurden, und dieser besagte Mann die Fotos nicht mehr findet!! (Ich krieg die Krise!! Auch von unserem Hotelzimmer und Geschenken.. Wenn man nicht alles selbst kontrolliert…)

Am Schluss habe ich dann noch meinen Brautstrauss geworfen. Eigentlich hätte ich den so gern behalten, weil der so schön war, aber dann wären die Mädels sicher traurig gewesen..

So sieht ein Brautstraussfang-happy-freakout-tanz aus:


Vielen Dank an Fritz, dass er für uns auf der Hochzeit fotografiert hat. Es war toll, einen Freund zur Seite zu haben, auf den man sich verlassen kann.

Und vielen Dank an alle Gäste und meine Tante Yvi und meine liebe Freundin Anja, die mich im Vorfeld bei den Vorbereitungen und auf der Hochzeit selbst so gut unterstützt haben. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen von Japan aus zu planen.
Ich bin euch wirklich dankbar! Einige Fotos werde ich bei Gelegenheit, wenn ich etwas mehr Luft habe an euch per mail senden.
Vielen Dank für diesen wundervollen Tag!

Verkünde es heraus in die Welt!
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